· 

Das erste Mal, mein neuer Blog aus Düsseldorf!


Zeit für mich. und gutes essen.


essen bedeutet leben. Aber was passiert, wenn man nicht mehr darauf achtet, was man isst? Wenn man vorwiegend das zu sich nimmt, was ich liebevoll "Müll" nenne? Müll im sinne von dingen, mit denen der körper nichts anfangen kann, weil sie so stark industriell verarbeitet sind, dass sie absolut nichts mehr mit der natur zu tun haben und unseren körpern nicht das geben, was sie brauchen, um gesund und glücklich zu sein. es muss heutzutage ja schnell und einfach gehen.

 

werden viele von uns dehsalb immer öfter so furchtbar krank? weil wir nicht mehr wissen wie das mit der richtigen pflege unserer körper und seelen funktioniert? bewusstes essen bedeutet meiner meinung nach auch, sich bewusst mit sich selbst auseinanderzusetzen. wenn ich mich hauptsächlich von dingen ernähre, die mir körperlich nichts geben, kann ich nicht erwarten, dass ich mir langfristig seelisch etwas gutes damit tue.

 

und so ist es doch auch andersherum mit dem, was mich psychisch unglücklich macht: stress und sonstige negative gefühle und situationen. wenn ich mich ständig einer art von stress aussetze, dann macht das auch was mit meinem körper. bei manchen später und bei anderen früher. ich gehöre definitiv zu den jungen opfern der eigenen unachtsamkeit.

 

viele jahre dachte ich, dass ich alles richtig mache in sachen ernährung und lifestyle. die anderen haben es doch auch so  oder so ähnlich gemacht wie ich und denen ging es gut. regelmäßig sport treiben, kochen oder aus zeitmangel auswärts essen und sich immer wieder für die fast pausenlose arbeit mit schokolade oder anderen leckereien belohnen. und hauptsache beschäftigt - studium, jahrelang mindestens 2 jobs und ein praktikum gleichzeitig, weil von nichts kommt nichts.

 

irgendwann ging es mir damit nicht mehr gut und von da an habe ich mich gefragt, ob ich schwach bin. schwächer als die anderen. oder werde ich einfach alt? aber wie schaffen es die anderen, weiter zu machen und wie kann es sein, dass sie sich dazu noch teure reisen nach hier und da leisten können? ich konnte irgendwann einfach nicht mehr.

 

körperliche ausfälle gepaart mit selbstzweifeln haben mich seit mitte meiner zwanziger verfolgt und nicht mehr losgelassen. bis ich wieder angefangen habe, mich um mich selbst zu kümmern. mir liebe und aufmerksamkeit zu schenken - beides dinge, nach denen mein körper und meine seele regelrecht geschrien haben.

 

mittlerweile wundere ich mich nicht mehr, wie gewisse situationen eskalieren konnten, weil ich lernen musste, dass es eine entscheidende sache gibt, die für und nicht gegen mich arbeitet: die zeit.

 

sich zeit für sich selbst einzugestehen in all dem trubel der welt, war für mich äußerst wichtig und heilsam. auch wenn es bedeutete, dass alles andere dafür still stehen musste. die anderen sind in solchen momenten egal. müssen egal sein. nur wenn man gesund und glücklich ist, kann man ohne ende geben. also lässt man es am besten gar nicht erst so weit kommen.

 


Ich nehme mir Zeit für mich.

vor ein paar jahren noch habe ich voller entzückung friedrich schlegels lucinde (1799) gelesen und fand das innehalten, den müßiggang, von dem der protagonist in verbindung mit romantischer liebe spricht, sehr spannend.

 

romantische liebe bedeutet in sich hineinzuschauen, sich gleichzeitig mit sich, dem geliebten menschen und dem ganzen universum zu beschäftigen. hauptsache viel zeit ins nachdenken und schwelgen investieren. ein bisschen melancholie gibt es dann gratis dazu.

 

das war irgendwie total schön und zeugte für mich auf eine art von selbstliebe (und das obwohl romantische liebe paradoxerweise ziemlich selbstzerstörerisch sein kann bei tod der geliebten person oder unerwiderter liebe zum beispiel). je älter ich dann wurde und je mehr ich die menschen in meiner umgebung beobachtete, desto mehr wich dieser romantische blick auf die liebe, und irgendwie auch auf das leben, einem recht grauen realismus.

 

ich muss, ich muss, ich muss und das sofort, sofort, sofort. keine zeit fürs innehalten oder diesen verführerischen müßiggang (ich liebe dieses wort). und das, was ich musste - glaubte zu müssen - hatte nicht mehr unbedingt etwas mit mir zu tun. ich hatte subjektiv betrachtet auch nicht die zeit gehabt, darüber nachzudenken, was ich überhaupt wirklich wollte.

 

gefühlt war alles nur noch auf meine zukunft ausgerichtet und auf das, was andere menschen, in einflussreicheren positionen, über mich zu sagen hätten, wenn sie irgendwann auf meine wohlgenährten zeugnisse und empfehlungen stoßen würden.

 

du bist, was du vorzuweisen hast. diese einstellung, die ich voller angst und sorge in mein leben eingeladen hatte und die lange zeit im fokus meiner bemühungen stand, wurde zu meinem größten dilemma.

 

ich bin froh, erkannt zu haben, dass ich selbst entscheiden kann, was ich glaube und was nicht. und dass das wichtigste in meinem leben ist, etwas zu tun, das in erster linie mich glücklich macht. und im besten fall mache ich damit noch ein paar andere menschen glücklich. ich entscheide nämlich, dass ich hier und jetzt für mich da bin und mir das gebe, was ich brauche. in form von mit liebe gekochtem essen und in form von mit liebe gefüllten gedanken.

 

ich möchte eine langanhaltende liebesgeschichte mit mir selbst führen, mich lieben und ehren, bis dass der tod meine seele vom körper trennt. der körper kann nämlich nur dann lebendig sein, wenn die seele in ihm weilt (jedenfalls nach aristoteles und bestimmt auch ein paar anderen großen und kleinen denkern). am besten ist die seele in seinem körper auch noch glücklich (das sag ich, haha).

 

was dir, lieber leser, zu einer glücklicheren seele helfen kann, ist ein köstlicher eintopf! wie du den krieierst und was aristoteles vor über 2000 jahren noch so zur einheit von körper und seele geschrieben hat, erfährst du in den nächsten artikeln meines blogs


Zum nächsten Artikel geht es: Hier.

 

Folge mir außerdem auf Instagram! Stew.Love.life.