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Was ist Glück?


Und was macht dich wirklich glücklich?

Dieses Jahr habe ich bisher dazu genutzt, über mein Glück nachzudenken. Dabei meine ich nicht das Glück, das man manchmal aus Zufall hat, sondern den Zusatnd des glücklich seins. Was macht dich glücklich? Fragst du dich das manchmal?

 

Für mich steht mein Glück ganz vorne in der Liste der Dinge, die ich für mein Leben brauche. Und das ohne wenn und aber. Erst dieses Jahr ist mir das so richtig bewusst geworden und ich möchte dich, lieber Leser, zu einer etwas persönlicheren Reise zu mir mitnehmen.

 

Ich freue mich, wenn dieser Artikel dich etwas anregt, über dein Glück nachzudenken. Über das, was dich wirklich glücklich macht.


Liebe, Gesundheit und Vertrauen.

Manchmal benötigt man eine große Portion Glück, um etwas zu bestehen. Das kann auch sehr glücklich machen.

 

Doch was kann dich in deinem Alltag ganz bewusst glücklich machen? Sind es schon allein gedanken, die das schaffen? Für welche Gedanken entscheidest du dich?

 

Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist, Gedanken der Angst, Wut und des Schmerzes loszulassen. Sie sind definitiv Teil des Lebens, aber allzu lange und oft sollte man sich, denke ich, nicht damit beschäftigen.

 

Seit Anfang des Jahres arbeite ich sehr intensiv an meiner Selbstliebe, meinem Vertrauen zum Leben und an meiner Gesundheit. Das sind alles Dinge, die zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen.

 

Liebst du dich nicht, kannst du nicht gesund sein. Hast du kein Vertrauen in dich und dein Leben, fehlt es dir an SelbstLiebe. Bist du nicht gesund, hast du kein Vertrauen.

 

Woher sollst du denn wissen, dass es bald wieder gut ist? Dass du bald wieder glücklich bist? Ich denke, dass man selbst daran arbeiten muss. Dieses Gefühl des Vertrauens kommt nicht einfach so zu einem geflogen.

 

Nachdem ich vor ein paar Wochen wieder Schmerzen in meinem rechten Unterbauch hatte, habe ich totale Panik bekommen. Ich dachte, dass wieder etwas mit meinem Darm ist. Dass sich etwas entzündet hat, obwohl ich mich doch so gut um mich gekümmert hatte. Und obwohl ich wirklich in vielen Situationen versucht habe, das Gute zu sehen und das Schlechte zu akzeptieren. Ich hatte in den Monaten zuvor bewusst an meinen Problemen gearbeitet und dann plötzlich das.

 

Ich wollte Klarheit und eine schnelle Auflösung dieser Symptome. Meine Hausärztin hat mich direkt in ein gutes Krankenhaus überwiesen, weil sie meine Geschichte kennt, und dort saß ich dann. Ein schönes Krankenhaus, aber trotzdem kamen in mir unglaublich viele negative Gefühle der Angst und der Trauer hoch.

 

Etwas komisch fühlte ich mich schon, als ich weinend im Wartebereich saß und es einfach nicht abstellen konnte. Es kam alles hoch aus der Zeit vor meiner Not-OP und den Krankenhaus-Aufenthalten danach.

 

Ich hatte das Vertrauen verloren. In meinen Körper. In Krankenhäuser. In diese ganze verdammte Welt. Alles schien gegen mich zu sein und ich weiß noch wie unglücklich ich damals war.

 

Nachdem ich mich beruhigte und wieder klare Gedanken fassen konnte, Dachte ich darüber nach, was ich in diesem ganzen Jahr denn schon alles geschafft hatte.

 

Ich hatte überlebt, eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin erfolgreich abgeschlossen und mein Businessplan für meine Selbstständigkeit war auch schon geschrieben. Diese Erfolge und die schrittweise Realisierung meiner Träume machen mich glücklich. Im Zuge dieser Gedanken machte ich mir wieder klar, dass alles, was passiert, einen Grund hat.

 

Warum bin ich wieder im Krankenhaus gelandet? War da etwas, dass meinem Glück im Weg stand? Hatte ich etwas in mir noch keine Beachtung geschenkt, das verarbeitet werden wollte?

 

In den letzten Monaten habe ich mehr und mehr gelernt, meinem Körper zu vertrauen. Ich verstehe mittlerweile, dass jedes Symptom nicht nur ein Zeichen des Körpers, sondern auch der Seele ist. Vielleicht war es also an der Zeit, wieder dazuzulernen und ein Muster zu entlarven, das mir und meinem Glück im Weg stand.


Wachstum und Glück durch Symptome.

Es mag sich etwas gewöhnungsbedürftig anhören, aber ich bin mittlerweile ziemlich froh, dass ich durch diese schlimmen Situationen gehen durfte.

 

Ich selbst bin daran extrem gewachsen und habe erkannt, dass mein Glück ganz allein von mir und meinen Gedanken abhängt.

 

Darüber hinaus kann ich mich umso besser in die Lage meiner KlientInnen, die ich gesundheitlich berate, hineinversetzen. Ich weiß genau, wie diese Verzweiflung sich anfühlt, dieses Unglück. Und ich weiß auch, dass es sich lohnt, daran zu arbeiten.

 

Dieselben oder ähnliche Symptome bei vorangegangenen Krankheiten und Unwohlsein, kommen gerne wieder.

 

Nicht, weil man alles falsch macht, was bisher unternommen wurde, um genau diese Symptome zu bekämpfen. Nein, Symptome und Situationen kehren wieder, solange sie nicht die Beachtung bekommen haben, die sie benötigen, um ganz aus dem Leben zu verschwinden.

 

Dabei gibt es kein Rezept, wie lange etwas braucht. Manchmal acht Monate, in anderen Fällen aber auch zwei Jahre. Das wichtigste ist, dran zu bleiben. Darauf zu vertrauen, dass der bewusste Umgang mit seinem eigenen Körper und seinen Gefühlen der richtige Weg ist, um langfristig wieder richtig gesund und damit auch glücklich zu sein.

 

Dabei kann es passieren, dass sich ähnliche Symptome auf andere Organe oder Körperteile verlagern. Bei mir war es, wie im oben besagten Fall beschrieben, nicht mein Darm, der mir Probleme bereitete (der ist super gesund, yay!), sondern eine gigantische Zyste im Bauchraum in der Nähe meiner Narbe.

 

Im Zuge dieses Befunds habe ich mich in den letzten Wochen intensiver mit mir auseinandergesetzt und einiges entdeckt, das ich tatsächlich endlich akzeptieren und damit loslassen konnte. Darüber hinaus habe ich mein Krankenhaus-Trauma überwunden. Mir wurde sehr freundlich geholfen und ich hatte zu meiner Überraschung in den Tagen meines Aufenthalts ein Zimmer ganz für mich alleine.

 

Dazu mussst du wissen, lieber Leser, dass ich nach der Not-OP zehn Tage in einem Vierer-Zimmer ans Bett gefesselt war und eine Bettnachbarin offene Eiterwunden an ihren Beinen hatte, die bestialisch gestunken haben.

 

Eine andere ist in ihrem Bett gestorben. die nach ihr konnte sich durch diverse Brüche nicht bewegen und hat aufgrund eines zusätzlichen Darmvirus ständig ins Bett gemacht. Durch den Mangel an Personal musste sie stundenlang in ihren Exkrementen herumliegen. Dabei wimmerte sie die ganze Zeit ganz fürchterlich, einfach nur schrecklich! Mir wird immernoch ganz schlecht, wenn ich darüber nachdenke.

 

Gerne möchte ich diesen Artikel mit etwas Schönem beenden. Was sind drei Dinge, die dich dieses Jahr richtig glücklich gemacht haben?

 

Bei mir sind es erstens die Erkenntnis, dass ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin und dass ich zweitens das verfolge, was mich 100% glücklich macht. Drittens habe ich erkannt, dass das Leben viel zu schnell vorbei sein kann und dass ich es mit ganzem Herzen und voller Freude leben möchte! ♥

Zum vorherigen Artikel geht es: Hier.