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Natürliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden - Teil 1


Schmerzen, Stimmungsschwankungen und Heißhunger.

Heute schreibe ich meinen Artikel über die weibliche Menstruation. Es ist ein Thema, das mich seit über 16 Jahren beschäftigt. Ich war fast 13, als ich das erste Mal meine Tage bekommen habe und schon lange Zeit vorher hatte ich mir gewünscht, dass ich doch bitte endlich zu einer richtigen Frau werde.

 

Mit der ersten periode und den unfassbaren Schmerzen kamen dann die Zweifel, ob dieser Wunsch denn so sinnvoll gewesen ist. Meine zwei Schwestern und ich sind alle mit starken Beschwerden vor und während der Periode "gesegnet" und viele Jahre habe ich es gehasst, mich jeden Monat aufs Neue mit diesem Problem auseinanderzusetzen.

 

Nicht jede Frau hat Beschwerden. Und es gibt Frauen, bei denen die Periode komplett aussetzt. Jeder weibliche Körper ist anders und jede Frau geht auch anders mit Symptomen um. Da aber fast 2/3 der Frauen von Menstruationsbeschwerden betroffen sind, kann dieser Artikel eine nützliche Hilfe sein, um Probleme auf natürliche Weise zu reduzieren.

 

Nachdem ich einmal mit 17 aufgrund der starken Schmerzen im Unterleib im Bus zusammengebrochen bin, habe ich für knapp 9 Jahre die Anti-Baby-Pille genommen, um meine Periode unter Kontrolle zu halten.

 

Vor fast 4 Jahren habe ich sie dann glücklicherweise abgesetzt und heute ist die Pille absolut keine Alternative mehr für mich. Ich möchte ohne die Zugabe von Hormonen meinen Hormonhaushalt positiv beeinflussen können.

 

Finde in diesem Artikel heraus, wie ich es geschafft habe, meine monatlichen Schmerzen über die Hälfte zu reduzieren und andere Beschwerden erträglicher für mich (und meine Mitmenschen) zu machen.


Mysterium: Weiblicher Zyklus.

Es ist kein Geheimnis, dass sich bei vielen Frauen die Menstruation auch auf ihre Mitmenschen auswirkt.

 

Wenn der weibliche Körper sich auf die Einnistung eines Embryos vorbereitet, dann bedeutet es auch, dass der Hormonhaushalt ordentlich durchgeschüttelt wird.

 

Da die Sexualhormone eng mit den Gefühlshormonen verbunden sind, kann es zu Stimmungsschwankungen kommen.

 

Interessanterweise merkt Mein Freund mittlerweile als Erster, wenn ich meine Tage bekomme. ich reagier dann einfach ein wenig zickiger oder fange auch mal aus heiterem Himmel an zu weinen.

 

Als er mich noch nicht richtig kannte, hat er mich manchmal gefragt, ob ich verrückt bin! Wie naiv, dachte ich damals noch. 


Auch wenn in der Schule im Sexualunterricht über den weiblichen Zyklus gesprochen wird, erfahren Jungs und Männer erst viel Später, was es eigentlich wirklich bedeutet, wenn eine Frau ihre Tage hat.

 

Wenn das Blut dann fließt, gehen viele wichtige Stoffe dem Körper verloren. Gleichzeitig bietet die weibliche Menstruation dem Körper auch die Möglichkeit, sich unwichtigen Stoffen und Säuren zu entledigen.

 

Mir persönlich hat es sehr geholfen, zu erfahren, dass der Prozess der Menstruation durch diverse Beschwerden nicht nur negativ behaftet sein muss, sondern gleichzeitig auch etwas positives passiert.

 

Mit diesem Gedanken kann ich die Unterleibskrämpfe, die Kopfschmerzen, die Schwäche, die Stimmungsschwankungen, die Wasseransammlungen, die Rückenschmerzen, den Nebel im Kopf und die Verdauungsprobleme viel besser ertragen.

 

um diesen positiven Effekt der Reinigung noch zu stärken und dir zusätzlich etwas Gutes zu tun, kannst du ein paar Dinge in deinen (Prä)Menstruationsalltag einbauen.


Ernährung, Entspannung und Bewegung.

Für mich macht es sehr großen Sinn, beim Thema Menstruation auf die Ernährung zu schauen.

 

Mit Magnesium, Kalzium und Eisen bereite ich mich schon vor meiner Periode auf die Krämpfe und den Blutverlust vor.

 

Magnesium- und Kalziumreiche Lebensmittel - wie Brokkoli, Kohlsorten, Mandeln, Kürbiskerne, Haferflocken und grünes Blattgemüse - wirken krampflösend. Sie unterstützen zudem deinen Basenhaushalt, der sich positiv auf die Intensität der Krämpfe und Beschwerden ausüben kann.

 

Der erhöhte Eisenbedarf erklärt sich eigentlich von selbst. Durch den Blutverlust, der von Frau zu Frau variiert (meine Bio-Lehrerin sprach damals in der Schule von einem Schnapsglas - gefühlt war es bei mir schon immer ein Weizenglas), ist es sinnvoll, eisenreiche Lebensmittel zu verzehren.

 

Dazu zählen auf pflanzlicher Basis Rote Bete, Haferflocken, ungesüsste Sojamilch, Leinsamen, Basilikum, Topinambur, Hirse und Quinoa. Linsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten auch vergleichsweise viel Eisen, allerdings verzichte ich in der Zeit kurz vor und während meiner Periode lieber auf diese blähenden Lebensmittel.

 

Je weniger unnötige Säuren in deinem Körper vorhanden sind, desto weniger Krämpfe und weniger "Abfall" ist vorhanden, der hinausbefördert werden muss.

 

Hierbei ist es nicht ratsam, auf Milchprodukte für die Kalziumzufuhr zurückzugreifen, denn sie bilden Säuren im Körper und können Entzündungen und damit auch Schmerzen verstärken. Dasselbe gilt für Fleischprodukte und die darin enthaltene Arachidonsäure.

 

Wenn ich merke, dass schlimme Schmerzen bevorstehen und ich eine Schmerztabletteneinnahme verzögern oder gar überflüssig machen möchte, bediene ich mich guten Magnesiumpräparaten. Mir ist hierbei wichtig, dass dieses Präparat nicht auf Mineralölbasis hergestellt ist und wenig Zusatzstoffe beinhaltet.

 

Empfehlenswert finde ich das Trinkgranulat von Verla, weil es ohne Laktose und viele Zusatzstoffe auskommt und dabei organisches Magnesiumcitrat beinhaltet.

 

Auch der Blutzuckerspiegel spielt eine wichtige Rolle, wenn es um den Hormonhaushalt geht. Je mehr dein Blutzucker- und Insulinspiegel schwankt, desto mehr schwankt auch dein Hormonspiegel und die Produktion in deinen Talgdrüsen wird angefeuert.

 

Das bedeutet im Umkehrschluss: Stimmungsschwankungen und Pickel. Helfen kannst du dir, indem du deinen Zuckerkonsum einschränkst. ja, es ist schwer, wenn die Periode vor der Tür steht, aber es ist möglich, wenn du generell mehr Ballaststoffe zu dir nimmst und regelmäßig isst. zudem können milchsauer vergorene Lebensmittel, wie in Salzlake gereifte Oliven und Sauerkraut, dabei helfen.

 

Ballaststoffreiche Kohlenhydrate haben nicht nur den Vorteil, dass sie kontinuierlich und langfristig Energie an den Körper abgeben, sie verhindern dadurch auch Blutzuckerschwankungen. Das bedeutet also, dass die Wahrscheinlichkeit für Heißhungerattacken und schlechte Laune eingeschränkt wird.


Bei Beschwerden lieber nicht:

Raffinierter Zucker + Weißmehl

(Blutzuckerschwankungen = Stimmungsschwankungen + Pickel + Heißhunger)

 

Fleisch + Milchprodukte

(werden sauer verstoffwechselt = mehr Beschwerden)

 

Koffein

(Hormonhaushalt wird negativ beeinflusst = Stimmungsschwankungen + Heißhunger)

 

Zu viel Salz

(Kann Kopfschmerzen + Blähungen + Wasseransammlungen fördern)

Bei Beschwerden unbedingt:

Ballaststoffreiche Kohlenhydrate

(Konstanter Blutzuckerspiegel = Gute Laune)

 

Viel Gemüse + grüne Smoothies

(Nährstoffzufuhr wird gewährleistet = Besserung von Beschwerden + Befinden allgemein)

 

Viel Wasser und warmen Kräutertee trinken

(Körper bleibt im Fluss)

 

Viele Omega-3-Fettsäuren

aus Leinöl, Walnüssen, etc.

(wirken entzündungshemmend + schmerzlindernd)



Neben der Ernährung sind Entspannung und Bewegung extrem förderlich, wenn die Periode droht, den Alltag zu sabotieren. Nicht nur bei Menstruationsbeschwerden ist es nützlich, seinen Stress zu minimieren.

 

Mittlerweile bedanke ich mich in jedem Zyklus bei meinem Körper für die Schwerstarbeit, die er leistet. Das bedeutet auch, dass ich den prozess der Menstruation anerkenne und meinem Körper Ruhe gönne, wenn in den ersten zwei Tagen mal gar nichts mehr geht.

 

Es ist in Ordnung, wenn trotz diverser Vorkehrungen das Leben durch die Menstruation an manchen Tagen nicht wirklich weitergehen kann.

 

Wenn es mir möglich ist, mache ich zügige Spaziergänge an der frischen Luft oder sanftes Yoga (ohne Überkopf-Positionen!), um meinen Körper beim Abtransport von nicht mehr benötigten Stoffen zu helfen. Wasseransammlungen und Kopfschmerzen können so auch sehr gut reduziert werden.

 

Basische Fußbäder kann ich auch immer wieder empfehlen - sie wirken entgiftend und können durch die warmen Füße Krämpfen oder auch Blasenproblemen während der Periode entgegenwirken.


Ich freue mich, wenn dir dieser Artikel inspiration für einen positiveren Umgang mit deiner Periode gibt.

 

Falls du noch Fragen hast, kannst du dich sehr gerne an mich wenden. Schreib mir einfach eine Mail: Hier.

 

Ich wünsche dir einen entspannten nächsten Zyklus!

 

Zum vorherigen Artikel geht es: Hier.