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Natürliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden - Teil 2

Dass die Ernährung eine sehr wichtige Rolle bei der Linderung von Menstruationsbeschwerden spielen kann, habe ich im ersten Teil dieser Erkundungsreihe dargestellt (Finde den Artikel: Hier). Ich bin ohnehin der Meinung, dass natürliche und achtsame Ernährung einer der wichtigsten Faktoren ist, wenn es um Krankheiten oder mangelnde Lebensqualität geht.

 

Großen Einfluss auf unser Befinden nehmen auch Dinge, wie Stress und negative Gedanken. Der Trend um das positive Denken kommt nicht von ungefähr und wissenschaftliche Studien zum Placebo- und Nocebo-Effekt, zum Beispiel, beweisen, dass unser Bewusstsein eine wichtige Rolle in Heilungs- und Krankheitsprozessen einnehmen kann.

 

Ich selbst stelle immer wieder fest, wie stark meine Menstruationsbeschwerden mit meinem Stresspegel in Verbindung stehen. In den letzten zwei Wochen hatte ich durch diverse Umstände so viel Stress, dass ich meine sonst sehr regelmäßige Periode eine ganze Woche zu früh bekommen habe.

 

Und das mit einer Wucht, die ich das letzte Mal vor einem Jahr nach meiner Not-Operation hatte, die eine echte Extrem-Situation in Sachen Stress war! Ich war also wieder mal sehr überrascht über meinen weiblichen Körper und seine Mechanismen.

 

Ganz demütig habe ich mich bei meinem Körper für die harte Arbeit bedankt und auch entschuldigt, dass er meine psychische Überforderung wieder geradebiegen musste.

 

Ich halte fest:

Durch übermäßigen und anhaltenden Stress werden Hormone ausgeschüttet, die den Zyklus (der ja auch durch Hormone gesteuert wird) so beeinflussen, dass die Menstruation zu früh oder gar nicht eintritt.

 

Für beides gibt es einen evolutionsbedingten Grund: Wenn der Körper unter enormem Stress leidet, liegt die Priorität darin, das eigene Leben bestmöglich zu erhalten und nicht noch neues Leben heranwachsen zu lassen.

 

Das bedeutet also, dass bei manchen Frauen bei übermäßigem Stress der Eisprung verhindert wird und bei anderen die Einnistung des Eis in die Gebärmutter durch das verfrühte Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut (Regelblutung) nicht stattfindet.


Endometriose und polizystisches Ovarialsyndrom.

Für chronische Beschwerden vor und während der Menstruation können auch andere Ursachen in Frage kommen. Die Folgenden Beispiele bilden nur einen Teil davon grob ab.

 

Eine Ursache kann zum Beispiel die Endometriose sein - Bei dieser Krankheit baut sich Gebärmutterschleim außerhalb der Gebärmutter im Bauchraum und an umliegenden Organen auf. Dieser Schleim kann nicht regulär abfließen, verbleibt also im Bauchraum und kann dort zu Entzündungen führen.

 

Diese Entzündungen und Wucherungen fördern zwangsläufig Schmerzen und andere Beschwerden, leider führen sie in manchen Fällen auch zur Unfruchtbarkeit. Für mehr Informationen zu diesem Thema solltest du deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt befragen. Gute Informationen findest du vorab auch auf der Seite der Frauenärzte im Netz: Hier

 

Das Polizystische Ovarialsyndrom ist eine weitere Krankheit, die laut Schulmedizin nicht heilbar ist, und sich in Veränderungen der Eierstöcke sowie des Hormonhaushalts bemerkbar macht. Betroffene haben meist Zyklusstörungen in Form von Ausbleibender Menstruation, die Tendenz zu Übergewicht, Akne oder auch übermäßiger Körperbehaarung. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist in vielen Fällen auch eine Folge.

 

Was können Frauen mit dem polizystischen Ovarialsyndrom nun tun?

 

Auf die Krankheit bin ich durch eine Bloggerin auf Instagram gestoßen: Lee from America. Sie erzählt von ihrem Leben mit dieser Krankheit und das ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen! In den letzten Jahren hat sie einige wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die Verbesserung ihrer Symptome gemacht: Ernährung, Stress-management und Selbst-Pfelge gehören zu ihren nützlichsten Maßnahmen.

 

♥ Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist enorm wichtig, um den Hormonhaushalt nicht unnötig durcheinanderzubringen. Industriezucker, natürliche Zuckerarten und auch der übermäßige Verzehr von Kohlenhydraten können sich eher negativ auf das polizystische Ovarialsyndrom auswirken.

 

Regelmäßige Mahlzeiten sind auch wichtig, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Der Fokus sollte auf zuckerarmem Gemüse und pflanzlichen Proteinen liegen.

 

entzündungshemmende Fette, die zum Beispiel in Leinöl, Walnüssen, Leinsamen und Olivenöl zu finden sind, sollten bevorzugt werden (auch bei Endometriose, um die Entzündungsherde einzudämmen).

 

♥ Zu viele Produkte aus tierischer Quelle können Entzündungen und Hormonschwankungen auslösen. Am besten sollte Fleisch nur selten auf den Tisch kommen und dann aber aus biologischer und (so weit es möglich ist) tierfreundlicher Haltung stammen, um die Aufnahme von tierischem Stress, Antibiotika-Resten und entzündungsfördernder Arachidonsäure zu minimieren.

 

Regelmäßiger Schlaf, regelmäßige Entspannung und Selbst-Pflege sind weitere Faktoren, die sich positiv auf Zyklusstörungen auswirken können.

 

♥ Kürbiskerne, Sesam und Haferflocken enthalten reichtlich Zink - ein mineralstoff, der an etlichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Unter anderem ist er maßgeblich an der Produktion von Schilddrüsen- und Sexualhormonen beteiligt und fördert das Abklingen von Entzündungen!


Beschwerden durch Ablehnung der eigenen Weiblichkeit?

Am Ende möchte ich noch unterstreichen, dass meine Artikel nur Empfehlungen darstellen. Es sollte bei anhaltenden und übermäßigen Schmerzen immer ein Facharzt hinzugezogen werden.

 

Auch wenn eine gesunde, typgerechte Ernährung und eine stressarme Lebensweise mit Zeit für Entspannung und Zuversicht meiner Meinung nach sehr hilfreich für diverse Beschwerden sein können, kann es immer passieren, dass Zustände sich nicht verändern.

 

Es kann daher von Vorteil sein, Spezialisten hinzuzuziehen oder tiefgehender in sich hinein zu horchen.

 

Meine liebste spirituelle Lehrerin, Louise Hay (R.I.P), hat in den letzten Jahrzehnten während ihrer Arbeit mit unzähligen Menschen ein kleines Lexikon zu Symptomen, potenziellen Ursachen und Möglichkeiten der Heilung erstellt.

 

Interessant finde ich dabei, ihre Erklärung zur Wahrscheinlichen Ursache von Menstruationsproblemen:

 

Ablehnung der eigenen Weiblichkeit. Schuldgefühle, Angst. Glaube, dass die Geschlechtsorgane sündhaft oder schmutzig seien.

 

Über diese Sätze habe ich persönlich sehr lange nachgedacht und mich gefragt, ob meine extrem schmerzhafte Menstruation aus einer Ablehnung meiner Weiblichkeit entspringt bzw. entsprungen ist und ich dieses Muster nie wirklich aufgelöst habe. Habe ich Schuldgefühle, weil ich mich durch meine Menstruation in meinem Alltag beeinträchtigt fühle? Wieso kann ich es nicht akzeptieren, dass dieser Prozess Energie und meine Achtsamkeit benötigt?

 

Und tatsächlich ist mir dazu auch eingefallen, dass ich das weibliche Geschlecht irgendwie schon immer als ein schwächeres wahrgenommen habe. Ich erinnere mich, dass ich damals in der Schule oft von (vor allem) Lehrerinnen zu hören bekommen habe, dass ich mich wegen ein paar Schmerzen nicht so anstellen sollte. dass ich gefälligst am Sportunterricht teilnehmen sollte, wie jeder andere Schüler - Die Jungs machen ja auch immer mit und haben keine Ausrede!

 

Warum ist es so schlecht angesehen, dass man sich in unserer westlichen Gesellschaft als Frau zurückziehen möchte, wenn man sich in der Zeit der Menstruation einfach verwundbar und schwach fühlt? Warum sollte ich mich damals halbnackt in ein Schwimmbad mit vielen Jungs und Männern zwingen, während ich mich unwohl fühlte und blutete?

 

Ja, Männer können nicht menstruieren und wir Frauen haben evolutionsbedingt eben die Aufgabe zugeschrieben bekommen, Leben in uns wachsen zu lassen und uns um die ersten neun Monate eines neuen Menschleins zu kümmern.

 

Dann möchte ich aber auch einfach das verdammte Recht dazu haben, in Ruhe gelassen zu werden, wenn ich meine Tage habe. Das ist einfach anstrengend, selbst wenn die Beschwerden nicht übermäßig stark sind.

 

Für mich sind die Zeiten der Rechtfertigung vorbei. So viele Jahre habe ich mich erklären und zwingen müssen, weil ich als kleines Mädchen und Jugendliche nicht frei war. Ich war nicht mündig und habe mich tatsächlich oft schuldig gefühlt, weil mir vermittelt wurde, dass ich so nicht normal bin.

 

Wenn ich so darüber nachdenke, wurden meine Schmerzen von Jahr zu Jahr immer stärker. Als ich 15/16 war, habe ich sogar angefangen, Klamotten von Jungs anzuziehen und mir die Haare ganz kurz schneiden zu lassen, weil ich einfach kein Mädchen mehr sein wollte.

 

Mehr Ablehnung der Weiblichkeit geht nicht.

 

Als ich dann 17 war und aufgrund der schlimmen Schmerzen im Bus zusammengebrochen bin, habe ich entschieden die Anti-Baby-Pille zu nehmen. Im Endeffekt habe ich meine Ablehnung dieses vollkommen natürlichen Prozesses damit nur unterstützt und noch mehr manifestiert.

 

Mittlerweile nehme ich die Pille nicht mehr, stattdessen beschäftige ich mich mit meinen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Auch mit der Ablehnung meiner eigenen Weiblichkeit beschäftige ich mich seit ein paar Monaten intensiver. bis auf die wieder sehr schmerzhafte Periode diesen Monat, geht es mir durch meine Veränderten Gewohnheiten in Bezug auf mein Leben und mein Denken um einiges besser! 

 

Ich freue mich, wenn dich dieser Artikel zum Nachdenken angeregt hat und vielleicht hast du ein paar Antworten gefunden, nach denen du gesucht hast.

 

Ich akzeptiere meine ganze Kraft als Frau und alle Vorgänge in meinem Körper als normal und natürlich. Ich liebe und akzeptiere mich ♥


Zum vorherigen Artikel geht es: Hier.