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Eine Sache der Individualität - Teil 2


Ich esse das, was mir gut tut.

Mit Freude darf ich dir, lieber Leser, verkündigen, dass ich nun offiziell Gesundheitsberaterin mit IHK Zertifikat bin - yeah! Die letzten Wochen waren etwas stressig, aber ich bin nun froh, meinem Ziel ein Stück näher gekommen zu sein.

 

Als selbständige Gesundheitsberaterin möchte ich in Zukunft mit meinen Klientinnen und Klienten individuelle Lebens- und Ernährungspläne erstellen. Flexibel, individuell und köstlich sollen diese sein - Für ein gesteigertes Wohlbefinden und ein gesünderes Leben.

 

Während meiner Prüfungsphase konnte ich sehr davon profitieren, zu wissen, was mir gut bekommt und was meinem Konstitutionstypen entspricht. Oft entscheiden wir uns aus dem Bauch heraus für das Richtige, manchmal helfen Ernährungsempfehlungen dem individuellen Typen entsprechend aber, die eigene Zufriedenheit zu steigern.

 

In diesem Artikel geht es um genau solche Ernährungsempfehlungen für die im ersten Teil besprochenen Konstitutionstypen Empfindungs-, Bewegungs- und Entspannungstyp.


Ernährung - Der Empfindungstyp.

Falls du in Teil 1 dieser Artikelreihe über die Individualität herausgefunden hast, dass du ganz viel vom Empfindungstyp hast, dann kann es sein, dass du auf gewisse Dinge eher empfindlich reagierst.

 

Was passiert, wenn du ein paar Stunden nichts gegessen hast? Bist du dann auch so richtig hangry? (hungry + angry = Hungrig + wütend)

 

Der Empfindungstyp hat oftmals einen ziemlich schlanken Körper und einen eher niedrigen Blutdruck- und Blutzuckerspiegel, kann aber locker 3-5 kleinere Mahlzeiten am Tag vertragen. Auf jeden Fall sollte immer etwas zu knabbern da sein, wie z.B. Trockenfrüchte oder Nüsse.

 

Der filigrane Körperbau spiegelt sich in der für diesen Typ besser bekömmlichen leichten Kost wieder. Das bedeutet, dass warme, fein vermahlene Mahlzeiten besser vertragen werden als grobe, kalte oder rohe Speisen. Da ich auch einen starken Anteil an Empfindungstyp-Energie habe, kann man mich in der kalten Jahreszeit mit Rohkost jagen. Da wird mir einfach kalt und ich bevorzuge dann warme Suppen und Eintöpfe (Jaha!).

 

Auch Fett wird ganz gut vom Empfindungstyp vertragen - vor allem die tollen entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren in Leinöl, Walnüssen und fettem Fisch, aber auch Butter und Sahne sowie fetter Quark und Pudding sind empfehlenswert.

 

Kaffee ist so eine Sache bei diesem zu Nervosität und Ängsten neigenden Typen. Ich persönlich kann und will nicht darauf verzichten, aber so manche psychische Erregung verstärkt sich durch das Koffein im Kaffee. Letztendlich entscheidet jeder für sich, was er wann und wie verträgt, seinem Speiseplan hinzufügt oder weglässt.


Der Bewegungstyp - seine Vorlieben.

Wie der Name dieses Typs schon impliziert, sind Menschen dieser Sorte bevorzugt aktiv und dynamisch. Das ist zwar kein Freifahrtschein, alles mögliche in sich hineinzugeben, aber da das Verdauungsfeuer oftmals sehr stark ist, werden unterschiedliche Lebensmittelgruppen und Gewürze besser vertragen.

 

Vor allem Kohlenhydrate sind sehr gut verwertbar - also kommt eine low-carb-Diät für einen Bewegungstyp-Menschen nicht wirklich in Frage. Morgens darf es dann gerne das grobe Müsli sein, das kernige und kornige Vollkornbrot und leckere würzige Aufstriche.

 

Rohkost ist ebenfalls toll bei seiner effektiven Verdauung (vorausgesetzt alles ist gesund da unten) und kalt ist weniger ein Problem, da der Bewegungstyp auch gerne mal eine kleine Abkühlung vertragen kann, wenn es um hitzige Zustände und Emotionen wie Wut und Ärger geht (als Bewegungstyp weiß ich wovon ich spreche).


Der Entspannungstyp - Empfehlungen.

Nicht aus der Ruhe bringen lässt sich der Entspannungstyp. Das spiegelt sich dann bei manchen Menschen in dieser Tendenz wider, dass auch im Stoffwechsel alles eher gemütlich passiert und keine Eile herrscht, überschüssiges Gewicht oder Schadstoffe abzubauen.

 

Ein Entspannungstyp - sei es auch nur der Körper - profitiert von wenigen Mahlzeiten am Tag. Das Frühstück kann dabei auch nur aus Obst oder einem grünen Smoothie bestehen. 

 

Mittags sind Rohkost, Milch- und Fleischprodukte (auch Fisch) perfekt. Abends sollte darauf besser verzichtet werden. Für eine erholsame Nacht und einen frischen Morgen bieten sich Eintöpfe, Gemüsepfannen und Ofengemüse mit Kartoffeln, Reis oder ähnlichem an.

 

Tendenziell wichtiger als bei den anderen beiden Konstitutionstypen ist beim Entspannungstyp das Weglassen von zu viel Fett, Kalorienreichen Speisen und auch Fertigprodukten. Der entspannte Umgang des Körpers mit diesen Stoffen kann schnell zu Trägheit, Unlust und Übergewicht führen.


Lass es dir mit diesen Ernährungsempfehlungen zu den drei Konstitutionstypen gut gehen, lieber Leser. Wenn du allen Typen in einigen Punkten entsprichst, dann scheinst du ein ausgeglichenes Verhältnis dieser Energien zu haben. Das kann bedeuten, dass du sehr viel verträgst und deine Entscheidungen in Bezug auf Essen spontan nach deinem persönlichen Geschmack machen kannst.

 

Dir und allen anderen gratuliere ich auf jeden Fall zur Individualität! Denn trotz dieser Einteilung hat jeder Mensch eine ganz individuelle Mischung dieser verschiedenen Energien. Jetzt kannst du dich dafür entscheiden, das Beste daraus zu machen!

Zum vorherigen Artikel geht es: Hier.